Die vier Türen

Ich bin schon ziemlich weit gegangen,
weg von der Vergangenheit.
"Mich umdrehen?", hab da kein Verlangen,
weit hinter mir die schlimme Zeit.

Es war bis jetzt 'ne einsam' Reise,
auf meinem Weg, der voller Steine.
Ich geh den Weg auf meine Weise.
Begleiter hatt' ich bis jetzt keine.

Viermal an des Weges Rand,
blieb ich stehen für ein Wort,
weil dort jemand liebes stand,
doch mich nicht hielt, zog weiter fort.

Nun plötzlich bleib ich stehen,
mein Weg, der teilt sich in 5 Wege.
Weis nicht, welchen soll ich gehen
so sehr ich auch jetzt überlege.

Vier ohne Steine, mit Blumen, bunt.
Am Ende eine Türe.
Der fünfte steinig seelenwund,
führt endlos fort ins Leere.

Die Türen leicht offen,
und will ich's wagen,
voller Hoffen,
auf die Tür'n zu zu gehen,
werden sie laut zugeschlagen.

Nun steh ich hier eine ganze Weile,
wartend auf 'ne offene Tür.
'Ne Zeit lang, s'ist ja keine Eile,
hab die Hoffnung ja bei mir.

Wenn sie nur klappern, die vier Türen,
dann wähle ich als Weg den letzten.
Soll er mich steinig weiterführen,
und in die Hoffnung rein versetzen,
dass da wieder jemand steht,
am Wegesrand, nur für ein Wort,
der vielleicht mal mit mir geht.
Wenn nicht....ziehts mich alleine fort.

© Robert Ossadnik (josios) 12.08.07