Das Loch

Ein tiefes Loch, über dem ich schwebe,
in dem, wenn ich reinfall, auch zeitweilig lebe.

Doch weis ich, was mich schwebend hält:
- der Kinder Lachen, das den Tag erhellt,
- ihre Sorgen, Nöte, auch ihre Fragen,
- ihre miese Laune an manchen Tagen.
So viel, was sie mir zum Schweben geben,
ich nenn?s mal einfach: Kinderleben.

Sind sie dann weg, sinke ich langsam ab,
ganz tief hinunter in mein Loch hinab.
Dort harre ich dann so vor mich hin,
bis ich durch sie wieder schwebend bin.

Liebe brächt's Loch ganz zum Verschluss,
Nun..warten wir's ab, nur kein Verdruss.
...und dann könnt' ich endlich Gedichte schreiben,
die ganz tief im Herzen hängen bleiben.

© Robert Ossadnik (josios) 30.03.07