Leere

Gestern sah ich noch in mich hinein,
sah ´ne Wiese so bunt und grün.
Sie darin, wartend im Sonnenschein,
der warm auf unsere Seelen schien.

Ich griff ihre Hand, wir liefen los
durch das große, bunte Blumenmeer.
Versanken in zarter Liebe Schoß,
taumelnd Glück ergriff uns immer mehr.

Wollt eben nochmal´s Gleiche sehen,
richt den Blick tief in mich hinein.
Such nach ihr und dem bunten Wiesengrün,
find weder Blumen noch Sonnenschein.

Auf tiefschwarz ich nun plötzlich schau,
ich strauchle, es zieht mich zu sich.
Stürz und im Fallen weis ich genau,
bin gefangen in dem leeren Nichts.

Ich greife, doch der Griff geht ins Leere,
schweb im Nichts, was so schwarz und tief.
Dort gebunden von des Herzens Schwere,
Hör das Echo des Namens, den ich rief..

Ich resigniere, streck die Hand offen aus.
Such Geräusche in der gespenstisch Ruh.
Hab die Hoffnung, irgendwer holt mich raus.
Sieht die Hand und greift einfach zu.....

© Robert Ossadnik 14.05.08