SELBSTANKLAGE

Wie kann ich mir verzeihen
nie dein Herz unter meiner
Hand gespürt zu haben?

Versäumt hab' ich's,
deinen Nacken mit
Küssen zu benetzen,

bestraft werd' ich, weil
ich nie berührt deinen Mund
mit Sehnsuchtslippen.

Ich bin mir Feind geworden,
verfluchen will ich mich,
die Tage ruhelos erdulden,

bin nun der Unheilbare,
erkrankt an dem Verlangen,
dir endlos nah zu sein.

Hab' ich's bereut, dich zu
meiner Schicksalsgöttin
zu weihen?

Liebling, du wirst sie immer sein...

© Text und Sprache: Duchan Caudill (2008)